Ayurveda kommt im Vergleich zur modernen Medizin, die primär eine Heilkunde ist, in drei Bereichen zur Anwendung:

1. Ayurveda bietet als Gesundheitsvorsorge mit umfangreichen Richtlinien zu unserer Ernährungs – und Lebensweise einen essentiellen Beitrag zur Krankheitsvorbeugung.

2. Ayurveda geht als Lebensphilosophie auf alle Facetten eines individuellen Lebens ein und unterstützt uns in wichtigen Aspekten sozialer, emotionaler und seelischer Harmonie.

3. Ayurveda als Medizinwissenschaft ist ein ganzheitliches Konzept von Gesundheit, Krankheit und umfangreichen Heilmethoden. Die enge Verbindung von Wissenschaft und Philosophie im Ayurveda ist einmalig; sie beruht auf einer anspruchsvollen Theorie und einer ausgedehnten klinischen Praxis.

Die Schwächen der modernen Medizin

Die wohl grundlegendste Schwäche der westlichen Medizin liegt darin, erst die bereits ausgebrochene Krankheit zu behandeln.

Im Westen bezieht sich der Begriff „Diagnose“ im Allgemeinen auf das Identifizieren der jeweiligen Krankheit, nachdem sie bereits in Erscheinung getreten ist.

Im Ayurveda hingegen versteht man unter dem Begriff „Diagnose“ eher eine ständige Überwachung der zwei dynamischen Zustände „Ordnung“(=Gesundheit) und „Unordnung“ ( =Krankheit) und deren Wechselspiel.

Krankheitszustände im Ayurveda hängen immer von einem Ungleichgewicht zwischen den 3 Doshas ab.